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Re: [luga] linux lizenz?



On Wed, Aug 03, 2005 at 06:04:21PM +0200, Bernd Petrovitsch wrote:
> > wieso? das lmi agiert weltweit.
> Tut es das? Woran merke ich das?

http://www.zdnet.com.au/forums/0,39029293,39156205-20119749o,00.htm

> Wenn ich eine Marke registriert hab, dann obliegt es mir zu entscheiden,
> ob und wie ich gegen Markenverletzer vorgehe oder nicht 
> Inwiefern ist das "können" da eingeschränkt?

das markenrecht schützt vor missbrauch, wenn du die nutzung einschränken
willst musst du mir den missbrauch nachweisen. du kannst mir nicht die
nutzung pauschal untersagen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Markenrecht

  Einer missbräuchlichen Ausnutzung des Marktmonopols bei Software und
  Durchsetzung der Vertriebsziele mit Hilfe des Markenrechts hat z.B. der
  BGH der Firma Microsoft im sog. OEM-Urteil eine Absage erteilt.

mit anderen worten, linus darf mir den vertrieb von linux nicht
verbieten (tut er auch nicht). zum vertreiben muss ich aber den namen
verwenden können. das will das lmi aber jetzt einschränken.

http://www.internet4jurists.at/urh-marken/marken01.htm

  Der Markeninhaber kann einem Dritten verbieten, ohne seine Zustimmung
  im geschäftlichen Verkehr ein mit der Marke gleiches oder ähnliches
  Zeichen für gleiche oder ähnliche Waren oder Dienstleistungen zu
  benutzen

bei "linux" geht es um die ware "linux-kernel" 
ein linux consultant verkauft keine kernel, und auch keine
linuxbasierten systeme, sondern er bietet eine dienstleistung an die
sich auf die original-ware bezieht.

eine verwechslungsgefahr ist nur dann gegeben wenn ich eine ware
anbiete die linux ähnlich ist, aber nicht linux selbst ist.
wenns linux selbst is, dann gibts da ja nix zu verwechseln.
nach markenrecht darf zwar nur der markeninhaber eine ware mit der
marke verkaufen, aber da mir die GPL das recht gibt, linux zu verkaufen,
muss ich auch das recht haben die marke dazu verwenden, ansonsten wäre
linux nicht verkäuflich, und das wäre eine einschränkung der GPL

> Wenn du dich als "Linux Admin" im IT-Bereich verkaufst (so mit
> Gewerbeschein) dann verletzt mE die Marke. Wenn du Angestellter einer
> Firma bist und "der Linux-Admin" bist (oder Teil einer entsprechenden
> Abteilung) bist und das halt auf einer Visitenkarte steht, dann mE
> nicht.

wo is da der unterschied? dann muss halt die firma zahlen, is also in
beiden fällen das selbe.

> Wo genau verbietet die GPL das und warum?

siehe oben. einschränkung der weitergabe.

> MEn macht die GPL keine Aussage über Preise o.ä. eines Produktes oder
> Dienstleistung

die GPL macht eine aussage über die weitergabe.
durch die einschränkung der nutzung der marke, schränkst du die
weitergabe ein, und da seh ich den widerspruch.

du kannst von mir gerne 200$ für dein produkt verlangen, aber du darfst
nichts dafür verlangen das ich das produkt weitergebe. um es weitergeben
zu können muss ich es benennen.

> Und bist du sicher, daß dein Consulting etc. für deine Kunden nicht mehr
> Wert ist?

hä?
wieviel mehr wert?

ich hab keine aussage darüber gemacht wieviele stunden ich da gearbeitet
hab, wie willst du dann eine aussage über den wert meiner arbeit machen?

welcher anteil an meinem gewinn ist hier gerechtfertigt?

nehmen wir mal 1% als hausnummer.
und weiter mal 10% vom umsatz als gewinn.
um jetzt auf die 200$ zu kommen, müsste ich 20.000$ gewinn machen, dh,
200.000$ umsatz.

das is kein nebenberuf mehr. demnach sind 200$ für jede nebenberufliche
nutzung zuviel.

da es bei mir aber nur um ein paar stunden geht, müsste ich meine preise
mindestens verdoppeln ohne einen cent extra zu sehn. faktisch reicht das
aber nicht, weil bei höheren preisen es auch mehr arbeit ist kunden zu
finden, im endeffekt loht es sich für mich also nicht mehr dienste als
linux consultant anzubieten.

> Selbst wenn, macht es dann für Dich kommerziell kaum Sinn, "Linux" im
> "Firmennamen" zu führen.

wenn der kunde von mir linux consulting verlangt, dann muss ich das
irgendwo stehn haben, mindestens in meinem lebenslauf. ich komm also
nicht drum herum die marke irgendwo zu verwenden.

> Die *Verwendung* von freier Software berührt die Markensache gar nicht -

die markensache berührt das weitergeben.
ich kann linux nicht weitergeben ohne es zu benennen.

> Und du hast kein finanzielles *Risiko*, weil du die Kosten (für die
> Lizenz an der Marke) genau a priori weißt und kalkulieren kannst.

nein, das lmi kann die preise ja jederzeit ändern.

gruss, martin.
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Martin Bähr       http://www.iaeste.or.at/~mbaehr/



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